Glaucome a pression normale – GPN
Das Normaldruckglaukom (NTG) ist eine fortschreitende Degeneration des Sehnervs, bei der der Augeninnendruck im Normbereich (in der Regel zwischen 9 und 21 mmHg) liegt, im Gegensatz zum klassischen Glaukom. Es wird auch als Niedrigdruck- oder Normaldruckglaukom bezeichnet. Seine Ursache ist unklar; es handelt sich entweder um eine eigenständige Form des primären Offenwinkelglaukoms (POAG) oder um eine vom POAG unabhängige Sehnervendegeneration. Es führt zu einem zentraleren und aggressiveren Gesichtsfeldverlust als das klassische Glaukom.
Was ist Normaldruckglaukom?
Das Normaldruckglaukom ist eine Degeneration des Sehnervs, die durch eine Überempfindlichkeit gegenüber Augendruckwerten verursacht wird, die ansonsten im Normbereich liegen.
Der Sehnerv "altert" zu schnell (Definition des Glaukoms) und zwar ohne erkennbaren Spannungsfaktor.
Dies führt zu einem Verlust des Gesichtsfelds und manchmal des Sehvermögens, was sogar zur Erblindung führen kann.
Eine Erinnerung an den Augeninnendruck und das Glaukom
Die Normwerte für den Augeninnendruck liegen zwischen 9 und 21 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule).
Bei erhöhtem Augeninnendruck kann der Sehnerv beschleunigt geschädigt werden: Dies ist ein Glaukom.
Zum Glück entwickelt nicht jeder mit erhöhtem Augeninnendruck ein Glaukom.
Umgekehrt entwickeln manche Patienten ein Glaukom, obwohl ihr Augeninnendruck niedrig ist.
En quoi est-il différent du glaucome primitif à angle ouvert ?
Das primäre Offenwinkelglaukom und das Normaldruckglaukom sind zwei Formen der Sehnervendegeneration, die zu Gesichtsfeldausfällen führen. Bestimmte Merkmale treten jedoch bei Patienten mit Normaldruckglaukom häufiger auf als bei Patienten mit der klassischen Form des Glaukoms (primäres Offenwinkelglaukom).
Gesichtsfelddefekte treten bei GPN häufiger zentral auf.
Blutungen des Sehnervs treten häufiger auf.
Patienten leiden häufiger unter Migräne oder Schlafstörungen (obstruktives Schlafapnoe-Syndrom – OSA).
Ursachen
Die Pathophysiologie (Ursprung) des Normaldruckglaukoms ist noch immer unzureichend erforscht. Die zwei am häufigsten vorgeschlagenen Hypothesen sind:
Eine strukturelle Schwäche im Gewebe des Sehnervs
Ein Defekt in der arteriellen Blutversorgung der optischen Fasern
Es wird weiterhin geforscht, um zu verstehen, warum optische Fasern beschädigt werden, obwohl der Augeninnendruck völlig normal ist.
Das Normaldruckglaukom ist schwieriger zu diagnostizieren als das primäre Offenwinkelglaukom. Dies liegt daran, dass Augenärzte nicht durch einen plötzlichen Anstieg des Augeninnendrucks alarmiert werden.
Die diagnostische Beurteilung ist jedoch dieselbe. Der Augenarzt stellt einen normalen Augeninnendruck fest, beobachtet aber bei der Untersuchung des Sehnervs eine Blutung oder eine abnorme Aushöhlung (Kavität), was auf einen Verlust von Sehnervenfasern hindeutet.
Bei diagnostischer Unsicherheit ergänzt der Augenarzt die Untersuchungen durch eine optische Kohärenztomographie (OCT). Dieses Verfahren zählt die Fasern des Sehnervenkopfes und vergleicht die Werte des Patienten mit einer Datenbank. Zusätzlich kann eine Gesichtsfelduntersuchung durchgeführt werden, um einen möglichen Sehverlust festzustellen.
Abschließend werden häufig eine MRT des Gehirns, eine Schlafuntersuchung (Polysomnographie) und eine kardiovaskuläre Untersuchung angeordnet, um eine Kompression des Sehnervs, Apnoen und eine Verengung der Halsgefäße auszuschließen, die eine mangelnde Durchblutung des Sehnervs erklären könnten.
Das Normaldruckglaukom verläuft oft lange Zeit symptomlos. Ihre Sehkraft bleibt lange Zeit normal, während der Sehnerv degeneriert.
Gesichtsfeldausfälle und eine verminderte Sehfähigkeit treten erst in einem sehr späten Stadium und bei schlechter Prognose auf.
Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch einen Augenarzt unerlässlich.
Das Normaldruckglaukom wird ähnlich wie das primäre Offenwinkelglaukom behandelt. Die Behandlung zielt darauf ab, den Augeninnendruck künstlich zu senken.
Augentropfen zur Senkung des Blutdrucks – mit Prostaglandinanaloga (Monoprost®) als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung.
SLT-Laser – Weniger wirksam als beim klassischen Glaukom.
Filternde Operation – Um die Augenbelastung im Laufe des Tages zu verringern.
Auch die kardiovaskulären Risikofaktoren müssen berücksichtigt werden:
Das Schlafapnoe-Syndrom wird mit einem Gerät behandelt.
Bei einer Karotisstenose (Halsarterienstenose) sollte ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden.
Bei nächtlichem Blutdruckabfall kann die Blutdruckbehandlung angepasst werden.
Das Normaldruckglaukom hat eine ungünstigere Prognose als das primäre Offenwinkelglaukom. Dies liegt daran, dass seine Mechanismen weniger gut verstanden sind und die Diagnose aufgrund des Fehlens einer okulären Hypertension oft verzögert wird.
Regelmäßige Gesichtsfelduntersuchungen und OCT-Scans sind notwendig. Halten Sie sich unbedingt an den von Ihrem Augenarzt empfohlenen Nachsorgeplan, um Ihre Sehprognose zu verbessern.
